Clubgeschichte 70″

Diese Chronik entstand auf der Basis des
50 Jahr Jubiläumsheftes und den Ereignissen
der letzten 20 Jahre.
Zitate der ersten 50 Jahre von:
Dr. Hans Morf
Willi Buchmann
Willi Kägi
Autor: Iris Gnehm / August 2010

 

Die Gründer des Eishockey-Clubs Bassersdorf bildeten eigentlich schon vor der offiziellen Gründung, im Kriegsjahr 1940, einen Club. Sie gingen alle zusammen in Bassersdorf in die Schule, einige wenige waren schon in der Lehre. Bassersdorf war damals noch ausgesprochen bäuer-lich. Die Bewohner, die nicht in der Landwirtschaft tätig waren oder ein Handwerk betrieben, verdienten Ihren Lebensunterhalt in der Schuh-fabrik Brüttisellen, in der Maschinen-fabrik zu Oerlikon oder Winterthur, allenfalls in einer Zürcher Bank. Sie alle lebten, verglichen mit heute, in recht bescheidenen Verhältnissen.

Die Wirtschaftskrise, 1929 mit dem Börsenkrach in New York begonnen, brachte zusätzliche Schwierigkeiten und Nöte. Das Geld reichte oft kaum für das Nötigste. Sport, vor allem Wintersport, war unter diesen Umständen ein Luxus, den sich kaum jemand leisten konnte. Das Skifahren kam für die Gründergeneration jedenfalls nicht in Frage. In der Schule gab es denn auch noch keine Winterferien, sie arbeiteten von Weihnachten bis zu den Frühjahrsexamen durch. Wie aber konnten die jungen Bassersdorfer ihren Tatendrang während den langen Wintermo-naten stillen, wie ihr jugendliches Bedürfnis nach kameradschaft-lichem Tun befriedigen?

Damals gab es im Dorf zwei Sportvereine, Turnverein und Veloclub. Die Gründergeneration wandte sich aber dem ganz neuen Sport des Eishockeys zu. Es ist wohl schwierig zu sagen, was sie alles bewogen hat, neue Wege zu gehen. Sicher ist, dass das Eishockey damals in unserem Land bekannt und zu-gleich populär wurde. Es war die dem gleichsam meteorhaften Aufstieg der Schweizer Spieler, insbesondere der Davoser, Bibi Torriani, Hans und Pic Cattini, zu verdanken. Diese sportlichen Erfolge wirkten umso tiefer, als sie in eine Zeit fielen, da das Schweizervolk, bedroht von den Diktaturen im Norden und Süden, sich ganz auf sich selber stellen musste. Was Wunder, dass die jungen Bassersdorfer alle ein Bibi Torriani werden wollten? Sie konnten dabei ihr Glück umso mehr versuchen, da sie noch keine teure Ausrüstung brauchten und sich ihnen im Eigen-talweiher ein Eisfeld öffnete, das ihren Ansprüchen vollauf genügte.

So wurde denn das Eigental zum Arbeits- und Tummelplatz, zum Training- und Spielfeld, zum Ort jugendlichen Glücks schlechthin. Was tat’s, dass das Eis oft Risse auf-wies oder körnig war? Die Klammer-schlittschuhe, mit denen sie anfäng-lich spielten, hatten eine recht breite Gleitschiene und ermöglichten ein Fahren auch auf schlechtem Eis! Was tat’s, dass sie noch keine Tore hatten? Mit zwei Taschentüchern liess sich das Tor recht gut markie-ren! Und was tat’s, dass sich manch einer noch keinen rechten Eis-hockeystock leisten konnte? Im nahen Walde fand er bestimmt einen passenden Stecken!

Bald aber hatten sie die Erfahrung zu machen, dass sie sich gewisse Ausrüstungsgegenstände beschaffen müssten und dass eine gewisse Organisation unabdingbar sei, wollten sie sich mit anderen Mannschaften im Wettkampf messen. So bestimmten sie den fürs erste einen Spielleiter und einen Kassier und bezahlten einen regel-mässigen Monatsbeitrag von 20 Rappen! Damit hatten sie die offizielle Gründung des Jahres 1940 vorbereitet.

Diese ergänzte lediglich Ihre bereits bestehende Organisation.

Es war aber ihre eigene Organisation. Der Vorstand bestand lediglich aus Spielern und die Spie-ler waren auch die Funktionäre. Sie allein hatten, oft in kalten Winter-nächten, das Eisfeld vom Schnee zu reinigen, sie allein mussten mit ihrem Geld für all die Anschaffungen aufkommen. Das führte dazu, dass sie eine erfreulich enge Beziehung zum Club bekamen. Der Eishockey-Club Bassersdorf war tatsächlich ihr Club!

Anderseits waren die Spieler manchmal überfordert mit all den Aufgaben, die sie zu bewältigen hatten. Spannungen blieben nicht aus und die jungen Leute mussten die Erkenntnis machen, dass Kameradschaft nur so viel wert war, als sie Spannungen ertrug. Ihr Club wurde für sie so auch zu einer Schule des Lebens.

Dennoch, der Eishockey-Club Bassersdorf befand sich von Anfang an auf einer schwierigen Grat-wanderung. Während die Spieler nicht von der Freude am rassigen Sport erfüllt gewesen, hätte es nicht Kameraden gegeben, die immer wieder zum Durchhalten ermahnten, wer weiss, ob es den Club heute noch gäbe.

Der EHCB wurde offiziell im Dezember 1940 gegründet. Seine Vorläufer waren die A und B Mann-schaft die man zusammenführte. Captain der A Mannschaft war der umsichtige und geachtete Edy Graf – eine Art Vaterfigur. Der be-scheidene Mitgliederbeitrag von monatlich Fr. 1.– erlaubte natürlich keine grossen Sprünge, weshalb man diskutierte, ob man Maikäfer sam-meln und mausen gehen solle. Zwei Spieler aus dieser A-Mannschaft sollten noch Eishockeykarriere machen: Bruno Hauser als NLA Goalie beim EHC Kloten und Charles Frei als NLA Schiedsrichter.

Aus der B Mannschaft kamen allesamt die Schulkame-raden. Die zwei-Mann Führung be-stand aus dem Captain, Martin Müller für den Spielbetrieb und dem Kassier/Aktuar Hans Morf, (nach-maliger Präsident des EHCB) für die administrativen Belange.

Gründungsmitglieder waren:

Rudolf Alder, Hans Bitterlin, Willi Buchmann, Max Christen, Charles Frei, Edy Graf, Fritz Griesser, Hans Isler, Arthur Kägi, Max Kägi, Willi Kägi, Dr. Hans Morf, Gottfried Schmid, Walter Schmid, Heinrich Rüegg.

Nun war man ein offizieller Club mit einer straffen Organisation, zumindest auf dem Papier. Aktiv-mitglied konnte jeder werden, der das 6. Schuljahr zurückgelegt hatte.

Man stand bereits im 2. Winter des II. Weltkriegs. Frankreich hatte im Juni 1940 kapituliert, sodass unser Land gänzlich von den Achsenmächten umschlossen war. Es tobte der Luftkrieg über England. Noch spannte die Sowjetunion mit Hitler-Deutschland zusammen. Klar, dass das Sportgeschehen auf inter-nationaler, aber auch auf nationaler Ebene mehr und mehr eingeschränkt wurde. Trotz alledem – am 12.1.1941 fand das Länderspiel Schweiz – Italien auf dem Dolder statt. Für uns Jüngere ein einmaliges Erlebnis. Zu Fuss ging’s Richtung Dolder, um aktiv dabei zu sein.

Im Herbst 1942 nahm man die Banden in Angriff – ein happiges Unternehmen. Auf dem Werkplatz von Zimmermann Huber arbeitete man manchen Samstagnachmittag. Das Holz erhielt der Club zu stark reduzierten Preisen von der Bau-firma Spaltenstein.

Zur Finanzierung musste jedes Aktivmitglied mindestens einen Anteilschein zu Fr. 5.– kaufen. Mit einem kleinen Turnier im Eigental gegen Seebach, Illnau und Bülach weihte man, mit Stolz, die Banden am 17.1.1943 ein.

Anders als heute kostete das Eigental-Eis nichts. Aber dafür mus-ste harte Arbeit und viel Mühe auf-gebracht werden. Hans Isler hat einmal gesagt, für eine Stunde Eishockeyspiel muss man 6 Stunden arbeiten. Er hat nicht übertrieben. Im Spätherbst, musste der Bach ge-staut werden, was eine zeitraubende Arbeit war. Darauf folgte der Bandentransport mit Ross und Wagen. Dafür konnte man regel-mässig auf tragendes Eis zählen und zwar gegen Weihnachten bis anfangs März. Natürlich forderten Warmwettereinbrüche, unerwar-teter Schneefall jedesmal ein grosses Mass an Räumungseinsätzen. Um-ziehen konnte man sich jeweils im Restaurant Kreuzstrasse. Schlimmer als die Eisvorbereitung war das Ab-räumen und „Entstauen“ im Früh-ling. Es waren doch immer die gleichen, die diese Arbeit verrich-teten. Das bewirkte jeweils ein gespanntes und gehässiges Klima innerhalb des Clubs. Wie oft musste man waghalsig auf einer Art Floss die schwimmenden Bandenbretter aus dem Wasser ziehen.

Um den Club am Leben zu erhalten, mussten auch immer wieder Initiativen ergriffen werden. So organisierte beispielsweise der junge Club – bestimmt als einer der ersten – mitten im Kriegswinter 1943 / 1944 ein Trainingslager in Klosters. Das fast Menschen leere Klosters mit den geschlossenen Hotels, die klirrende Kälte, die Baracke, in der sie hausten, mit dem grossen Ofen, der jeweils in der grössten Kälte den Dienst versagte. Die unvergessliche Erinnerung blieb, dass sie alles unternahmen, um gutes Eishockey spielen zu können.


Hintere Reihe: W. Kägi, E. Morf, W. Buchmann, H. Isler, G. Frei, E. Frei, A. Meier, W. Leutwyler Vordere Reihe: W. Altdorfer, E. Mäder, P. Hubmann, W. Krähenbühl, H. Dübedorfer

Hintere Reihe: W. Kägi, E. Morf, W. Buchmann, H. Isler, G. Frei, E. Frei, A. Meier, W. Leutwyler
Vordere Reihe: W. Altdorfer, E. Mäder, P. Hubmann, W. Krähenbühl, H. Dübedorfer

Konnte man früher Match-absprachen mit befreundeten Clubs ohne Schwierigkeiten und ohne viel Administration vereinbaren, war dies je länger je weniger möglich, da mehr und mehr Clubs in den Ver-band eintraten, der „wilde“ Spiele untersagte. So kam es, dass auch der EHCB wohl oder übel 1947 um eine Mitgliedschaft nachsuchte.

Nach den in sportlicher Hinsicht nicht immer befriedigenden Lagern, versuchte man sein Glück im Dezember 1950 in Arosa und man war begeistert. Man merkte, Arosa war dank seiner Meisterschaft eine Eishockeyhochburg. Der internationale berühmte Stürmer Hans-Martin Trepp, fand es nicht unter seiner Würde, ein bis zweimal mit dem EHCB Katz und Maus zu spielen. Im Gasthof Rössli war man bestens aufgehoben und lauschte während vielen Nachtstunden dem Gastwirt, wenn er von den harten Trainingssitten der Amerikaner in Arosa erzählte.

Nun schienen die Anfangsschwierigkeiten endlich überwunden zu sein. Auch für die zweite Mannschaft wurde eine Ausrüstungen angeschafft.

Allmählich machte man sich auf die Suche nach einem neuen Standort für ein Eisfeld. Aber alle diesbezüglichen Bemühungen blieben gänzlich ohne Unterstützung seitens der Bevölkerung. Das Grundstück Bärwies, ein idealer Platz, musste ad acta gelegt werden, da unverkäuflich.

Inzwischen reifte das Projekt Kunsteisbahn Kloten heran. Die von Bassersdorf geleistete Fronarbeit beim Bau, wurde von der Genossenschaft gebührend verdankt. In erster Linie ein Verdienst von Charles Frei, der unermüdlich für Werbung unterwegs war, als die Finanzierung der Bahn noch keineswegs gesichert schien.

Am 30. November 1958 war es soweit, die K.E.B Kloten späterer Kloten-Schluefweg und heutige Kolping Arena wurde eröffnet. Dr. Johannes Schindler, der damalige EHCB Präsident führte die Verhandlungen mit Kloten. Geregelte Trainings- und Spielzeiten waren fortan gesichert und zwar bis zum heutigen Tage.

Hintere Reihe: W. Kägi, E. Morf, W. Buchmann, H. Isler, G. Frei, A. Meier, W. Leutwyler Vordere Reihe: W. Altolfer, E. Mäder, p: Hubmann, W. Krähenbühl, H. Dübendorfer
Hintere Reihe: W. Kägi, E. Morf, W. Buchmann, H. Isler, G. Frei, A. Meier, W. Leutwyler
Vordere Reihe: W. Altolfer, E. Mäder, p: Hubmann, W. Krähenbühl, H. Dübendorfer

Die sechziger Jahre kennzeichneten sich durch besonders viele Aktivitäten rund um den Club. Cupspiele dienten als Vorbereitung für die Meisterschaft. 1962 organisierte man erstmals einen Klausball im Rest. Freihof, (von dem übrigens noch heute viele erzählen) der ein voller Erfolg beschieden war.

Schliesslich war es auch der EHCB der mehrere in Bassersdorf durchgeführte Fussball Grümpelturniere organisierte, bis diese später an den neu gegründeten Fussballclub abgetreten wurden.

Junioren-Mannschaft 1966/1967

Georg Frei, Trainer / Hanspeter Schmid ex NIA Schiri / Emanuel Morf / Walter Brunner Bassersdorf / Toggweiler / H.P. Ochsner / Walter Brunner Dietlikon / Wenzinger / Huber / Georg Böll / Peter Bernhard / Binz Torhüter / Lehmann / Alfred Denzler
Georg Frei, Trainer / Hanspeter Schmid ex NIA Schiri / Emanuel Morf / Walter Brunner Bassersdorf / Toggweiler / H.P. Ochsner / Walter Brunner Dietlikon / Wenzinger / Huber / Georg Böll / Peter Bernhard / Binz Torhüter / Lehmann / Alfred Denzler

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Aufstieg in die erste Liga.

Im Winter 1972/73 übernahm der tschechische internationale Vaclav Rozinak den Trainerposten beim EHCB. Prompt führte er die erste Mannschaft in die Aufstiegsspiele, völlig überraschend überstanden sie diese. Die Promotion in die erste Liga wurde Tatsache. Die mündliche Zusage für ein weiteres Jahr von Rozinak lag vor, doch insgeheim verhandelte er mit einem NLB Club und liess nichts mehr von sich hören. Nun ging man auf die Suche nach einem neuen Trainer und man fand ihn, in der Person von Roland von Mentlen. In der nächsten Saison musste auch Bassersdorf erfahren, dass die Trauben in der ersten Liga doch höher angesiedelt sind. Sie landeten zusammen mit Wallisellen auf dem letzten Platz der Rangliste. Ein Entscheidungsspiel in Winterthur besiegelte dann das Schicksal unserer Mannschaft. Seither spielt sie wieder in der zweiten Liga, die ihren Möglichkeiten besser entspricht. Platzierungen in der vorderen Hälfte der Tabelle waren zu jener Zeit an der Tagesordnung.

Bereits in den 70er Jahren wurde immer wieder die Frage aufgeworfen, kann dieser Club ohne eigene Eisbahn bestehen. Er hatte stets eine gute Überlebenschance, da Freude am Sport, gute Kameradschaft, Toleranz und eine gewisse Moral Garant dafür sind. Auch die zweite Mannschaft hielt sich gut und stieg nach dem Gruppensieg 1988/89 in die 3. Liga auf.

1989 fand die Gründung der Donatorenvereinigung statt. Diese Gründung war dazumal ein Lichtblick
hinsichtlich finanzieller Unterstützung. Heute ist der Verein vor allem für die nachhaltige Jugendförderung zuständig.

90er Jahre: Der Club zählt mittlerweile um die 500 Mitglieder und die erste Mannschaft hat die Saison 89/90 unter der Führung von Stani Vorlicek auf dem guten 3. Platz beendet. Sein persönliches Ziel für Saison 1990/91 sind die Aufstiegsspiele, entsprechend versucht er die Mannschaft zu motivieren.

Mannschaft unter S. Vorlicek 1977/78

Oben: Stani Vorlicek, Emil Brunner, Erwin Leimbacher, Peter Bernhard, Beat von Rüti, Albert Frei, Markus Schwarz, Fritz Herrmann, Henry Middendorph Unten: Max Zingg, Ernst König, Roman Mock, Johny (Peter) Böll, Goalie???, Luciano Oprandi, Wolfgang Stoffel, Armin Gnehm Mannschaft unter S. Vorlicek 1977/78
Oben: Stani Vorlicek, Emil Brunner, Erwin Leimbacher, Peter Bernhard, Beat von Rüti, Albert Frei, Markus Schwarz, Fritz Herrmann, Henry Middendorph
Unten: Max Zingg, Ernst König, Roman Mock, Johny (Peter) Böll, Goalie???, Luciano Oprandi, Wolfgang Stoffel, Armin Gnehm

Senioren

Hintere Reihe v.l.n.r. : Hans Minder, Marcel Hubler, Beat Schwaninger, , (Betreuer), Peter Baumann, Hansueli Schmid, Arthur Willy, Kurt Hottinger, Emil Brunner, Herbert Oberholzer, Erwin Leimbacher, Bruno Lohrer, Paul Brunner
Vordere Reihe v.l.n.r. : Jürg Heer, Walter Brunner, Roman Mock, Armin Gnehm, Christoph Hirt, Wolfang Stoffel, Peter Bernhard
Hintere Reihe v.l.n.r. : Hans Minder, Marcel Hubler, Beat Schwaninger, , (Betreuer), Peter Baumann, Hansueli Schmid, Arthur Willy, Kurt Hottinger, Emil Brunner, Herbert Oberholzer, Erwin Leimbacher, Bruno Lohrer, Paul Brunner
Vordere Reihe v.l.n.r. : Jürg Heer, Walter Brunner, Roman Mock, Armin Gnehm, Christoph Hirt, Wolfang Stoffel, Peter Bernhard

Unsere 2. Mannschaft ist leider von der 3. in die 4. Liga abgestiegen. Die älteren Semester bestreiten mittlerweile Ihre Meisterschaftsspiele in der Kategorie Senioren B.
In der Saison 1991/92 wurde die Seniorenmannschaft durch die Zusammenarbeit mit dem EHC Wallisellen erweitert.

Nachdem beide Mannschaften in Ihrer Stärkeklasse im Vorjahr den Gruppensieg errungen hatten, stand einer weiteren erfolgreichen Saison nichts im Wege. Nur der Aufruf der Spieler an die Fans war sichtlich hörbar: wo waren sie denn? Auch Seniorenspiele haben Ihren Reiz!
Die kommenden Jahre brachten vor allem Rochaden im Vorstand und auch im Traineramt. Die Hauptbeschäftigung lag darin Gelder zu besorgen, um die Eiskosten und die Juniorenförderung zu finanzieren. Auch wollte man weiterhin mit der 1. und 2. Mannschaft erfolgreich sein. Dies verlangte ein hohes Mass an Arbeitsaufwand, welches ab Saison 1992/93 neu unter der Führung von Paul Stadelmann, Präsident in Angriff genommen wurde. Die vielen Fronarbeiten wurden jeweils mit guten Schlussrängen belohnt. Die 1. Mannschaft war stets in der vorderen Tabelle anzutreffen.

An dieser Stelle sollte auch mal erwähnt werden, dass es einen sogenannten Gründerhock gab. Jeden zweiten Monat trafen sich die Gründer unseres Eishockeyclubs an einem Abend im Gasthaus zum Frieden. Meistens erschienen min. 10 Personen. Es wurde dann jeweils sehr laut im Stübli. Nicht dass man in alten Erinnerungen schwelgte, nein vielmehr wurden die heutigen Geschehnisse diskutiert. Der Weg unseres Landes sowie die Aussichten, die nicht von allen Anwesenden gleichermassen geteilt wurden. Wichtig war den Herren aber nach wir vor das eine: Ihre Kameradschaft soll bestehen bleiben und es war Ihr grösster Wunsch, dass auch alle heutigen und zukünftigen Spieler beim EHCB nicht nur sportliche Befriedigung erlangen, sondern vor allem eine gute Freundschaft pflegen.

Langsam bröckelt der Lack. Nicht nur in der Wirtschaft mit der hohen Arbeitslosigkeit, nein auch innerhalb des EHCB’s sind so einige Mängel festzustellen. Der Einsatzwille diverser Spieler liess gewaltige Wünsche offen. Sollte sich hier in nächster Zeit keine Morgenröte abzeichnen, müsste sich der Vorstand über die weitere Zukunft des EHCB’s gewisse Gedanken machen. Auch in der 2. Liga gab es durch den Zusammenzug aller Nordostschweizer Clubs, wohl eine der stärksten 2. Liga Gruppe der Schweiz. Diese Ausgangslage fordern alle Beteiligten in den kommenden Jahren noch des Öfteren. Die Zeiten der vordersten Ränge waren Vergangenheit, man kämpfte je länger je mehr um den Abstieg.

Die 2. Mannschaft, mittlerweile 4. Liga ansässig, trainierte neu mit Wallisellen zusammen, was wirtschaftlich gesehen sinnvoll war.
1998 Abschied von Paul Stadelmann aus dem Vorstand. Es war dem EHCB nicht mehr gelungen, Paul für weitere Amtsperioden überreden zu können. Nach fast lebenslanger Vorstandsarbeit in verschiedenen Chargen, hatte Paul den definitiven Rücktritt beschlossen.

Neu übernahm Fritz Messerli den Präsidentenjob, ehemaliger erfolgreicher Trainer der 1. Mannschaft. Ihm standen weiterhin der langjährige TK Chef Armin Gnehm zur Seite, der übrigens noch heute (Jubiläumsjahr 2010) den Posten inne hat.

Wichtig in solchen Situationen sind vor allem auch die finanziellen Belange, da steht der EHCB nach wie vor auf gesunden Füssen, wie es Andrea Stapel so schön zum Ausdruck brachte. Sie durfte, nachdem Posten „ Funktionärsfrau“, die saubere Buchhaltung von Hans Hubli übernehmen. Dank dem unermüdlichen Einsatz von Fredy Wepfer, Festwirt, kam genug Geld durch diverse Anlässe in die Kasse. Weiterhin war es dem Club sehr wichtig in der Nachwuchsförderung tätig zu sein. Dies war nicht einfach, da man nach wie vor, keine eigene Eisbahn besass. Die Donatoren waren / sind hier stets als Unterstützung vor Ort.

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Vor allem die 2. Mannschaft von Bassersdorf, lebt genau diese Kameradschaft, von der die Gründer immer gesprochen haben.

1999 gelang unserer Senioren Mannschaft das fast Unmögliche! Sie stiegen in die höchste Liga A auf. Ihre Gegner hiessen neu Dübendorf, Winterthur, Rapperswil, Zug, Küsnacht und Kloten Flyers, wo sie sich mit ehemaligen NLA und NLB Namen wie Schlagenhauf, Wäger & Co. messen durften. Die Veteranen verpassten die Playoff Spiele nur ganz knapp.

Für die erste Mannschaft konnten wir den Ex NLA Spieler Pierre Paterlini verpflichten. Seine Ziele waren vor allem der Liga Erhalt, da die Möglichkeiten, mit nur zwei Trainings pro Woche und keiner eigenen Eisbahn, keine besseren Aussichten boten.

Auch ist der EHCB nach wie vor der Meinung, dass die 2. Liga ein Hobbysport sein soll und zahlt keine Gehälter, dies im Gegensatz zu unseren Nachbar-Clubs, welche immer häufiger vor dem finanziellem Abgrund stehen.

Stolze, müde Senioren Liga A Kumpels! Die meisten von ihnen spielen noch heute in der Mannschaft.
Stolze, müde Senioren Liga A Kumpels! Die meisten von ihnen spielen noch heute in der Mannschaft.

Für die erste Mannschaft konnten wir den Ex NLA Spieler Pierre Paterlini verpflichten. Seine Ziele waren vor allem der Liga Erhalt, da die Möglichkeiten, mit nur zwei Trainings pro Woche und keiner eigenen Eisbahn, keine besseren Aussichten boten.

Auch ist der EHCB nach wie vor der Meinung, dass die 2. Liga ein Hobbysport sein soll und zahlt keine Gehälter, dies im Gegensatz zu unseren NachbarClubs, welche immer häufiger vor dem finanziellem Abgrund stehen.

60 Jahre EHCB, feierten wir im Jahr 2000. Mittlerweile bestritten unsere 4 Mannschaften 45 Meisterschaftsspiele in der 2. / 4. Liga und bei den Senioren / Veteranen. Man zählt 300 Mitglieder, davon über 70 Aktive. Das Jahresbudget war auf Fr. 105‘000.– angewachsen, bedenke man die Zeit der Gründung!

Nicht nur auf dem Eisfeld haben sich Veränderungen bemerkbar gemacht, auch im Auftritt des EHCB. Im Zeitalter des Computers darf eine Homepage nicht fehlen, da hatte Richard Mazzola den Einstieg ermöglicht. Heute wird die Homepage durch Adi Hofer gepflegt.

Auch unser Clubheft, das seit 1998 den Namen „Tschägger“ trägt und sich hoher Beliebtheit gewähr ist, hat in den letzen Jahren viele Faceliftings durchgemacht. Markus Züllig war es dann auch, der dem Heft mit seinem A4 Format, eine interessante Erscheinung gab, die unsere Inserenten zur Werbung anspornen sollte. Später kam der Farbumschlag dazu, sowie viele Berichte über Eishockey und Dorfgeschehen. Es ist dann nicht minder verwunderlich, wenn man namhafte Personen wie Ralf Krüger, Arno del Curto, Rainer Maria Salzgeber, Michel Zeiter, Martin Gerber, Thierry Paterlini, Kent Ruhnke, Jann Billeter, Peter Lüthi, Anders Eldenbrink für Exklusiv Interviews gewinnen kann.

Im 2002 besiegelte der EHCB eine neue Zusammenarbeit mit dem EHC Kloten Flyers in Sachen Nachwuchs. Der EHCB konnte bis dato vom NachwuchsPartnerclub Wallisellen in keiner Form profitieren und entschied sich, neue Wege zu gehen. Nach anfänglicher Unsicherheit, funktioniert die Zusammenarbeit mit dem EHC Kloten Flyers.

Unsere Senioren kämpfen auch heute noch in der höchsten A Liga. Auch wenn es ein/zwei Mal knapp am Abstieg vorbei ging, in den vergangenen Jahren konnten sie sich immer aus eigener Kraft, in dieser doch sehr starken Gruppe von ehemaligen Cracks, halten. Auch die Veteranen haben mittlerweile jüngeren Nachwuchs integriert und spielen vorne fleissig mit.

Das Motto der 2. Mannschaft ist: „die Kameradschaft pflegen“! Zudem sorgen sie zurzeit für viel Nachwuchs. Kommen doch die Babies im 3/4 Takt zur Welt.

Sorgenkind bleibt unsere 1. Mannschaft. In den letzten 10 Jahren kämpfte man fast ununterbrochen gegen den Abstieg. Gegner halten bereits Wetten ab, wann es BasiONE, so heisst die 2. Liga Mannschaft seit einigen Jahren, an den Kragen geht. Bisher galt das Motto „Bassersdorf ist unabstiegbar“ und es hielt zum Glück, wenn auch ein paar Mal mit Ach und Krach, an. Wir erinnern uns ungern an das Entscheidungsspiel auf neutralem Boden in Kreuzlingen gegen Flims. Bassersdorf schaffte den Liga Erhalt in der Verlängerung mit dem „Golden Tor“.

Selbst der sonst so robuste Schütze „Wäffi“ musste seinen Tränen den Lauf lassen, wie unser dazu maliger Trainer Thomas Hasler, der leider viel zu früh von uns ging.

Wer hätte das gedacht. Wir feiern 70 Jahre EHC Bassersdorf! Ab der nächsten Saison spielen neu die Damen in der B-Liga, ehemals Wallisellen, bei uns. Eines der Beispiele, wenn ein Club über seinen Mitteln lebt. Leider traf es hier die Frauen-Mannschaft, die wir gerne bei uns aufgenommen haben. So hoffen wir inständig, dass es den EHCB noch lange gibt und die Kameradschaften weiterhin gut gepflegt werden.

BasiONE 2009/2010

BasiONE 2009/2010

An dieser Stelle ist noch zu erwähnen, dass er EHCB und wohl so mancher andere Club in Bassersdorf, sein Bestehen auch dank der Gemeinde weiterführen kann. Die umsichtige Planung und die finanzielle Unterstützung darf nicht vergessen werden.
Daher ein grosses Dankeschön an die Gemeinde, die Bevölkerung von Bassersdorf, unsere Donatoren, unsere Sponsoren und Inserenten, Funktionäre und freiwilligen Helfer, die uns seit vielen Jahren unterstützen.

Unsere Präsidenten

1940–1944 Edy Graf
1944–1945 Hans Morf
1945–1947 Hans Isler
1947–1949 Rudolf Müller
1949–1950 Charles Frei
1950–1954 Willi Buchmann
1954–1955 Charles Frei
1955–1957 Emil Frei
1957–1958 Peter Halbeisen
1958–1959 Dr. J. Schindler
1959–1962 Werner Gisel
1962–1963 Hans Hefti
1963–1966 Walter Wyssling
1966–1971 Josef Tremp
1971–1980 Dr. Hans Morf
1980–1983 Heiri Altorfer
1983-1987 Henri Schäppi
1987–1989 Charles Kugler
1989–1992 Daniel Alder
1992–1998 Paul Stadelmann
1998–2004 Fritz Messerli
2004–2007 Klaus E. Wussow
2007–2011 Röbi Frauenfelder